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Schmerzbehandlungszentrum (SBZ) im Spital Martinach

Seit 10 Jahren gibt es am Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) im Martinach ein Schmerzbehandlungszentrum (SBZ), das Teil des Departements für Anästhesiologie und Reanimation ist.

Da das SBZ wachsenden Erfolg hat, wurde es im März 2012 durch 2 neue Fachärzte verstärkt. Im SBZ liegt der Schwerpunkt auf der Behandlung chronischer Schmerzen. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den psychiatrischen Einrichtungen des Unter- und Mittelwallis, den Palliativkliniken, den neurologischen und neurochirurgischen Zentren sowie der Rehabilitationsklinik Sitten.

Die meisten Patienten werden von den niedergelassenen Ärzten der Umgebung zugewiesen, um zu prüfen, ob eine speziell an den Zustand des Patienten angepasste Therapie eingeleitet werden kann. Die chronischen Schmerzen, die im SBZ behandelt werden, sind diversen Ursprungs. Am häufigsten ist der Rücken betroffen. Es werden jedoch auch andere Krankheitsbilder therapiert, wie zum Beispiel die Gürtelrose, Trigeminusneuralgie, Gelenkschmerzen, Tumorschmerzen, usw.

Die Behandlung der Patienten erfolgt ambulant durch ein Team, das sich aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, um dem komplexen Bild der Schmerzerkrankung Rechnung zu tragen.

Zunächst erfolgt in der Regel eine erste Beratung durch einen Anästhesisten, der auf die Behandlung chronischer Schmerzen spezialisiert ist. Anschliessend wird der Patient von einem Team betreut, das weitere Fachärzte sowie speziell in der Schmerztherapie ausgebildete Pflegefachpersonen umfasst. Am Ende dieser multidisziplinären Beratung wird für den Patienten ein spezieller Therapieplan erstellt.

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfolgt gemäss einem multimodalen Konzept, welches sowohl Medikamente, Physiotherapie, eine psychosoziale Betreuung sowie interventionelle Techniken beinhaltet.
Ferner steht eine Vielzahl medizinisch-technischer Eingriffe zur Verfügung, welche fester Bestandteil der Behandlungsstrategie sind. In erster Linie haben diese Eingriffe zum Ziel, eine klare Diagnose zu stellen und anschliessend die Schmerzen zu lindern. Die am häufigsten angewendeten Therapieformen sind rückenmarksnahe Einspritzungen im Bereich der Wirbelsäule, Nervenwurzelblockaden und Sympathikusblockaden. Es werden ebenfalls Blockaden peripherer Nerven durchgeführt, um chronische Nervenleiden zu behandeln, sowie Gelenksinfiltrationen in Triggerzonen zur Behandlung von Muskelschmerzen (punktgenaue Einbringung lokaler Betäubungsmittel).

Desweiteren werden im SBZ modernste interventionelle Methoden angewendet, wie zum Beispiel die Implantation von Nervenstimulatoren zur Behandlung neuropathischer Schmerzen diversen Ursprungs, oder auch die Implantation intrathekaler Pumpen.

Sollte eine längerfristige Schmerztherapie notwendig werden, so arbeitet das SBZ eng mit dem Palliativzentrum der Walliser Spitäler zusammen. Dabei wird versucht, bereits in einer frühen Krankheitsphase ein Behandlungskonzept zu erstellen, das dem Patienten eine grösstmögliche Lebensqualität ermöglicht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vielseitige und komplexe Fachgebiet der Schmerzbehandlung im Spitalzentrum Mittelwallis von einem multidisziplinären Team abgedeckt wird, das sich nach Kräften für die Patienten einsetzt, um deren akute oder chronische Schmerzen zu behandeln.

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