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Das Rückenzentrum im Spitalzentrum Oberwallis

Das Wirbelsäulenzentrum in der Klinik für Orthopädie hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen unterschiedlichster Art auf höchstem Niveau im Wallis anzubieten. Dazu sind integrierte interdisziplinäre Behandlungspfade entwickelt worden.
Das Rückenzentrum im Spitalzentrum Oberwallis ist die erste Klinik in der Schweiz, in der das erfolgreiche Rapid Recovery Konzept auch für den Bereich Wirbelsäule einführt ist.

Schmerztherapie 

Als erster Klinik im Wallis und einer der ersten in der Schweiz wurde der Titel Pain Clinic durch die SSIPM  an die Abteilung Schmerztherapie Frau Dr. Sojer und Herrn Dr. Krappel verliehen. Neben der interdisziplinären Sprechstunde werden die kurzstationäre interdisziplinäre Akut Schmerzkonferenz zur Abklärung und Behandlungsplanung sowie die multimodale stationäre Schmerztherapie für Patienten mit chronifiziertem Schmerzsyndrom angeboten. Alle Mitarbeiter sind qualifizierte Schmerztherapeuten nach SSIPM und SGSS.

Knochenerkrankungen – Schweizer Osteoporose Plattform SGR   

Die Osteoporose ist eine häufige Erkrankung, bei der es auch ohne äußere Einflüsse vermehrt zu Knochenbrüchen kommt. Folgen sind Schmerzen, Funktionseinschränkungen und eine verminderte Lebenserwartung. Leider wird die Osteoporose trotz umfangreicher Bemühungen oft immer noch zu spät diagnostiziert und häufig nicht adäquat therapiert, obwohl schon typische Knochenbrüche aufgetreten sind. Das zentrale Therapieziel ist die Verhinderung von Knochenbrüchen. 
Alle Patienten durchlaufen eine strukturierte Einschätzung des Risikos von Knochenbrüchen und Stürzen (osteologisches Assessment und Sturz-Assessment). Sie bearbeiten standardisierte Fragebögen, in denen die Risikofaktoren der Osteoporose sowie die dadurch bedingten Einschränkungen abgefragt werden. Eine spezifische Diagnostik mittels Knochendichtemessung und spezifischen Laboruntersuchungen wird durchgeführt, wenn das Bruchrisiko erhöht ist. 
Als osteologischem Schwerpunktzentrum stehen dem Haus alle modernen anerkannten diagnostischen Mittel zur Abklärung zur Verfügung.  Herr Dr. Frey (Ltd Arzt Radiologie) und Dr. Krappel sind beide bei der Osteoporose Plattform der Schweiz aktiv beteiligt und registriert.Die Therapie zielt darauf ab, den Knochen durch gezielte Medikamente zu kräftigen und Stürze zu verhindern. In der Klinik sind spezifische Trainingsprogramme für Patienten mit Osteoporose vorhanden, die sich nach der Schwere der Gangunsicherheit bzw. der Sturzneigung richten. Es geht nicht nur darum, Muskulatur aufzubauen, sondern vor allem auch das Zusammenspiel der Muskulatur (Koordination) zu verbessern, um Stürze zu vermeiden. Bei Bedarf wird durch den Sozialdienst und durch die Ergotherapie die häusliche Situation verbessert, Hilfsmittel können verordnet werden. 


Traumatologie – Verletzungen der Wirbelsäule

Mit der Klinik Traumatologie und dem Notfall Visp wurden Behandlungspfade zur leitliniengerechten Behandlung von Wirbelsäulen Verletzten aufgestellt und ein 24 Std Service eingerichtet. Durch die Aktivität in den entsprechenden Fachgesellschaften wurden Kooperationen mit Kliniken ausserhalb des Wallis eingerichtet, falls die Verletzungsschwere des Patienten eine Verlegung oder eine Zweitmeinung erfordern sollte. Die europäische Wirbelsäulen Gesellschaft hat personengebundene Zertifizierungs -programme für Wirbelsäulenchirurgen entwickelt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit, leitliniengerechte Behandlung, strukturelle Transparenz und Leistungsfähigkeit auch hinsichtlich der Anzahl von Behandlungen in unserem Zentrum geprüft. So erhielt Dr. Krappel das Basic- und Advanced Diploma der europäischen Wirbelsäulen Gesellschaft Eurospine sowie das Spine Basic- und Master- Diplom der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft. 
Der Oberarzt Dr. Schmid und Chefarzt Dr. Krappel nehmen aktiv an der Weiterentwicklung der Wirbelsäulenchirurgie durch systematische Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten teil. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Buch- und Zeitschriftenbeiträge, Vortragstätigkeiten, Kongressbeiträge sowie die Ausrichtung von Kursen und Kongressen wurden und werden durch unser Wirbelsäulenzentrum initiiert und durchgeführt. Die Anforderungen an das Personal und dessen Qualifikationen sind erfüllt. 

Wir sind aufgrund unserer Expertise und unserer Qualität für Wirbelsäulen Diagnose und Therapie im Zweitmeinungsportal Worldwidemedical  gelistet.Nachfolgend eine kurze Darstellung unseres operativen Behandlungsangebotes

Patientensicherheit Technische Ausstattung / Mittel Effekt

Navigation 
(Fa. Brainlab) 

  • hochakkurate Platzierung von Implantaten 
  •  Planungssicherheit

3D - Bildwandler 
(Fa. Siemens, Arcadis 3D) 

  • intraoperative Qualitätskontrolle 
  • Bilder in CT-Qualität

Neuromonitoring 
(Fa. Inomed) 

  • intraoperative Qualitätssicherung 
  • Vermeidung von Nervenschäden durch Überwachung der Nervenströme während der gesamten Operation

Hochauflösendes Mikroskop 
(Zeiss Kinevo ®)  

  • beste Visualisierung kleinster Gewebsstrukturen (Nerven und Gefäße)
  • Optimierung mikrochirurgischer Eingriffe (Bandscheiben-OP, Spinalkanalstenose)

Deutsches Wirbelsäulenregister

  • Qualitätskontrolle 
  • wissenschaftliche Aufarbeitung

Ausbildung und Zertifizierung

  • regelmäßige Teilnahme an Kongressen und Weiterbildungen
  • Zertifizierung durch die deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG)
  • Zertifizierung durch Eurospine/Spine Society of Europe

Degeneration
Krankheitsbild
Operation

Bandscheibenvorfälle

  • minimal-invasive, mikrochirurgische Entfernung des Bandscheibenvorfalls 
  • an der Halswirbelsäule zusätzlich Platzhalter oder Bandscheibenprothese

Spinalkanalstenose

  • minimal-invasive, mikrochirurgische Dekompression 
  • an der Halswirbelsäule zusätzlich Versteifung oder Bandscheibenprothese ventral, Dekompression dorsal.

Degenerative Instabilität

  • minimal-invasive oder offene Fusionsoperationen (360° Fusion, TLIF, PLIF, ALIF) an der Lendenwirbelsäule 
  • Mikrochirurgische Fusionsoperationen an der Halswirbelsäule

Deformität
Krankheitsbild
Operation

Wirbelgleiten 
(Spondylolisthese) 

  • minimal-invasive oder offene Fusionsoperationen (360° Fusion, TLIF, PLIF, ALIF)

Kyphosen 
(M. Bechterew, M. Scheuermann, Keilwirbel, u.a.) 

  • individuell angepasste Korrekturverfahren mit Wiederherstellung der seitlichen Wirbelsäulenbalance

Degenerative Skoliosen 

  • individuell angepasste Korrekturverfahren mit Wiederherstellung der frontalen und sagittalen Wirbelsäulenbalance

Destruktion
Krankheitsbild
Operation

Wirbelkörperbruch

  • Kyphoplastie (minimal-invasives Verfahren) bei Osteoporose 
  • minimal-invasive oder offene Stabilisierungsverfahren

Bakterielle Entzündungen 
(Spondylodiszitis) 

  • Infektsanierung und Stabilisierung 
  • Kooperation mit Infektiologie

Tumoren/Metastasen

  • kurative und palliative Therapieansätze 
  • Nervenentlastungen durch Dekompression 
  • Minimal invasive oder offene Stabilisierungen 
  • Kooperation mit Onkologie, Pathologie und Strahlentherapie

Rückenschmerzen können jeden treffen
 

Die Ursachen sind vielfältig: Wer unter Rückenschmerzen leidet, ist in seiner Lebensqualität stark eingeschränkt. Einige mögliche Ursachen seien kurz genannt:

  • Der Verschleiß 

    Die Wirbelsäule ist ein komplexes Konstrukt aus 24 freien Wirbeln. Dazu kommen das Kreuz- und Steißbein. Die kleinste Funktionseinheit (Wirbelkörpersegment) besteht aus zwei Wirbelkörpern, der dazwischen liegenden Bandscheibe, den paarigen Wirbelbogengelenken (Facettengelenke), den Muskeln, Bändern und Nerven. Im Spinalkanal verlaufen die Nerven,die paarig aus den Wirbellöchern austreten.
  • In jungen Jahren können Risse in der Bandscheibe entstehen und der weiche Kern austreten (Bandscheibenvorfall) dies führt zu heftigen Schmerzen im Bein („Ischias“) und kann zu Lähmungen führen. In diesem Fall muss der Vorfall durch eine mikrochirurgische Operation beseitigt werden, um den Nerv zu retten.
  • Im Laufe des Lebens kommt es zu einem individuell unterschiedlich ausgeprägten Austrocknung und Rissbildung der Bandscheiben. Dadurch kommt es zu einem Höhenverlust der Bandscheibe und zu einer Gefüge-Lockerung, die zu einer Fehlbelastung der kleinen Wirbelbogengelenke und der Bandscheibe führen kann. 
Diese Veränderungen erzeugen Beschwerden, die sich meist im unteren Rückenbereich bemerkbar machen.
 
  • Die Folgen 

    Verschiedene Faktoren können zu einer Einengung des Spinalkanals (Spinalkanalstenose) oder der Nervenaustrittslöcher (Foramenstenose) führen, so dass die darin verlaufenden Nerven „eingequetscht“ werden.

Patienten geben typischerweise über Jahre zunehmende, in das Gesäß oder die Beine ausstrahlende, unspezifische Beschwerden an. Beim Gehen treten diese verstärkt auf, bei nach-vorne-Beugung (z.B. beim Sitzen) klingen sie ab. Sehr häufig bestehen zeitgleich starke Rückenschmerzen (Lumbalgien). Man spricht von der „spinalen Schaufensterkrankheit“ (Claudicatio spinalis), weil sich die Symptome besonderes beim Gehen und Stehen bemerkbar machen. In schweren Fällen bestehen die Schmerzen auch in Ruhezuständen. 

Kommt es zu einem Wirbelgleiten/Wirbelkörperversatz (Spondylolisthese) engt der Spinalkanal weiter ein. Der fortschreitende Verschleiß eines Wirbelkörpersegmentes - zwei Wirbelkörper mit dazwischen liegender Bandscheibe - kann zu Fehlbelastungen und Verkrümmung ganzer Wirbelsäulenabschnitte führen, so dass eine komplexe Deformität (Skoliose, Kyphose) mit Gangunfähigkeit und starken Schmerzen drohen.


  • Die Diagnostik
    
Die ärztliche Untersuchung durch den Hausarzt ist der Ausgangspunkt für die weiterführende Diagnostik. Als bildgebende Verfahren sind Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule mit Funktionsaufnahmen (Röntgen bei nach-vorne- und nach-hinten-Beugung) und eine Kernspin/Magnetresonanztomographie (MRT) (in Ausnahmefällen auch Computertomographie (CT)) unabdingbar. Sind die geäußerten Beschwerden durch die radiologischen Befunde belegbar, so folgt die Überweisung zu einem Wirbelsäulenspezialisten. 

  • Die Therapie
    
Als Therapieoptionen stehen konservative Maßnahmen mit Schmerzmitteln, Korsettversorgung, Physiotherapie und Krankengymnastik, Injektionen und operative Eingriffe zur Verfügung. Bei ausgeprägter Beschwerdesymptomatik und weit fortgeschrittenem degenerativem Befund helfen konservative Verfahren unter Umständen nur kurzfristig, so dass eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden muss. 

Weil Operationen an der Wirbelsäule bei unsachgemäßer Behandlung schwerwiegende Folgen haben können, sollten sie in Kompetenzzentren durchgeführt werden. Solche Zentren halten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit aktuellem Fachwissen und umfangreicher Erfahrung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie sowie die notwendige technische Ausstattung, wie die Möglichkeit zur navigationsunterstützten Operation und der Überwachung der Nerven mit dem Neuromonitoring, vor. Die Navigation ermöglicht eine hochakkurate Positionierung von Implantaten, beispielsweise Schrauben, Platzhaltern, um das Risiko von Fehllagen derselben mit Nervenschädigungen nahezu auszuschließen. Durch das Neuromonitoring wird während der Operation überprüft, ob durch operative Manipulation Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden und vermeidet durch ein rechtzeitiges Alarmsignal drohende Nervenschädigungen. 


Konservative Behandlung der Wirbelsäule 


Oft können die Beschwerden konservativ behandelt werden: 


  • mit krankengymnastischen und physikalischen Therapieverfahren, die stationär oder ambulant durchgeführt werden können.( In Verbindung mit der Schmerztherapie) 
  • durch Injektionstechniken, die therapeutisch, aber auch diagnostisch Anwendung finden (Facettengelenksinfiltration, Spritzen in den Spinalkanal, an die Nervenwurzeln, in die Bandscheibe, in das Ileosacralgelenk). Die Infiltrationen können röntgen oder computertomografisch kontrolliert verabreicht werden. 
  • mit einer ambulanten Neuromodulation von Facettengelenken durch gepulste Radiofrequenz) bei schmerzhafter Facettengelenkarthrose oder Neuromodulation von Nerven (Rhizotomie). 
  • mit einer Schmerztherapie durch Medikamente, auch in Anbindung an unsere Schmerzambulanz.