Kardiologie: für freie Wahl zwischen dem CHUV und dem Spital Wallis
Regierungsrat Pierre-Yves Maillard, Vorsteher des Waadtländer Gesundheitsdepartements, schlägt vor, die in Sitten basierte Kardiologie des Spitals Wallis in die KVG-Liste des Kantons Waadt aufzunehmen. Dieser Vorschlag zeugt von der hohen Versorgungsqualität, die das Wallis in diesem Bereich bietet. Wird er vom Waadtländer Staatsrat gutgeheissen, haben Patientinnen und Patienten aus dem Wallis und dem Waadtland bei einem kardiologischen Eingriff bald freie Wahl zwischen dem CHUV in Lausanne und dem Spital Wallis.
Wie das Westschweizer Radio (RSR) am Donnerstagmorgen mitgeteilt hat, können Walliser und Waadtländer Patientinnen und Patienten bei einem kardiologischen Eingriff künftig nach Belieben zwischen dem CHUV in Lausanne und dem Spital Wallis wählen. Denn auf Vorschlag von Pierre-Yves Maillard, Vorsteher des Waadtländer Gesundheitsdepartements, soll der Standort Sitten in die KVG-Liste des Kantons Waadt aufgenommen werden.
«Dieser Vorschlag von Pierre-Yves Maillard muss vom Waadtländer Staatsrat noch genehmigt werden», berichtete RSR. «Das bedeutet, dass das Spital Sitten und das CHUV in diesem hochspezialisierten Bereich der Kardiologie auf der gleichen Stufe stehen.» Die Patientinnen und Patienten aus den beiden Kantonen können sich frei und uneingeschränkt für die eine oder die andere Institution entscheiden. Übrigens wird diese kardiologische Leistung nicht in den Leistungskatalog des künftigen Spitals in Rennaz aufgenommen.
Wie Pierre-Yves Maillard gegenüber RSR festhielt, wird mit diesem Vorschlag «ein innovatives und in der Schweiz einmaliges Grossprojekt fortgeführt, bei dem zwei Kantone ihre Kräfte bündeln, um das Spitalangebot umzustrukturieren und zugleich möglichst nahe bei den Patientinnen und Patienten zu bleiben.»
Das Spital Wallis freut sich über diesen Vorschlag, der seine Versorgungsqualität im Bereich der Kardiologie sowie das Vertrauen belegt, das in diesem spezialisierten Gebiet zwischen dem CHUV und dem Spital Wallis besteht. Auf diese Qualität wurde übrigens bereits im Auditbericht hingewiesen, den die Fédération Hospitalière de France im vergangenen Frühjahr eingereicht hat.