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Walliser Pneumologie-Tag: der «Raucherhusten» im Blickpunkt

Am kommenden 1. Dezember findet der Walliser Pneumologie-Tag statt. Er ist dem Thema chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) gewidmet, besser bekannt als «Raucherhusten». Auf Einladung des Spitals Wallis können sich Ärzte, Apotheker und Vertreter der Walliser Lungenliga im Rahmen von Referaten und Workshops unter dem Gesichtspunkt einer integrierten Versorgung zwischen frei praktizierenden Ärzten und Spital  mit diesem Problem auseinandersetzen.

«In Zusammenarbeit mit allen Beteiligten werden wir ein Programm lancieren, mit dem wir die Patientinnen und Patienten, die an einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) leiden, in der ambulanten Medizin nicht nur erfassen, sondern auch besser behandeln können», erklärt Professor Jean-Marie Tschopp, leitender Arzt des Walliser Zentrums für Pneumologie und Leiter des Departements Innere Medizin des Spitalzentrums Mittelwallis.

Am Walliser Pneumologie-Tag, der am 1. Dezember von 14 bis 18 Uhr in der Clinique romande de réadaptation (Rehabilitationsklinik SuvaCare) in Sitten durchgeführt wird, geht es ausschliesslich um diese Krankheit. Die Veranstaltung «Prise en charge de la BPCO: une approche intégrée praticiens - hôpital» (Behandlung der COPD: ein integrierter Ansatz zwischen frei praktizierenden Ärzten und Spital) gibt allen interessierten Fachpersonen die Möglichkeit, sich über den gegenwärtigen Wissensstand zu informieren und wirksame Massnahmen für die Prävention, die Abklärung und die Behandlung von Patientinnen und Patienten zu erarbeiten, die an COPD leiden.

3000 Walliserinnen und Walliser betroffen

Die COPD ist eine weitverbreitete, stark zunehmende Krankheit, von der rund 5% der Walliser Bevölkerung betroffen sind. Trotzdem ist sie in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. So leiden über 3000 Walliserinnen und Walliser an COPD, ohne es zu wissen. Früher oder später besteht für diese Patientinnen und Patienten das Risiko einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Vor diesem Hintergrund haben das Informationszentrum für Tabakprävention (CIPRET Wallis), die Walliser Ärztegesellschaft, der Walliser Apothekerverein, die Gesundheitsförderung Wallis und das Spital Wallis im vergangenen Jahr eine gemeinsame Kampagne lanciert, um die Öffentlichkeit über einen Zeitraum von drei Jahren für diese Krankheit zu sensibilisieren.
 
Tabakkonsum als Ursache

Die COPD, gemeinhin als «Raucherhusten» bezeichnet, ist eine chronische Lungenkrankheit, die hauptsächlich auf Tabakkonsum zurückzuführen ist. Sie hat eine fortschreitende Zerstörung des Lungengewebes zur Folge, wodurch das Atmen immer schwieriger wird. Die ersten Symptome – Husten, Auswurf und Kurzatmigkeit – werden meist nicht ernst genommen. Allzu oft wird die Krankheit erst zu einem späten Zeitpunkt, d. h. in einem fortgeschrittenen Stadium, diagnostiziert, wenn die Beeinträchtigung offensichtlich ist. In diesem Stadium lösen schon einfache Aktivitäten des täglichen Lebens (Treppen steigen, duschen, sich ankleiden, sich fortbewegen) Atemnot aus. Mit einer frühzeitigen Behandlung der COPD lässt sich eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion verhindern.

Weitere Informationen: http://www.stop-bpco.ch/passivrauchen/haben-vielleicht-copd-chronic-obstructive.html