Einheit für Kindesschutz (UPE)

Seit dem 1. September 2025 stärkt eine spezialisierte Einheit offiziell den Kampf gegen die Kindesmisshandlung im Wallis. Die Einheit wurde auf Beschluss des Staatsrats gebildet. Finanziert wird sie gemeinsam von den Dienststellen für Gesundheitswesen und Berufsbildung. Sie koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den spitalinternen und den spitalexternen Akteuren.

Wichtigste Aufträge

Interne und externe Koordination

zwischen den verschiedenen betroffenen Fachpersonen:

  • Innerhalb des Spitals erfordert dies eine enge Zusammenarbeit mit der Pädiatrie, aber auch mit der Chirurgie, der Gynäkologie-Geburtshilfe, der Perinatalität, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie den Notfallstationen. Bezweckt wird eine Koordination der Aktionen, wenn Anzeichen von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt vorliegen.
  • Spitalextern dient die UPE als Kontakt- und Beratungsstelle für die Schulen, die Pflegefachpersonen Schulgesundheit, die frei praktizierenden Kinderärzte, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), das Amt für Kindesschutz (AKS) und die Staatsanwaltschaft.

Häusliche Gewalt

enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gewaltmedizin, um gleichzeitig Mutter und Kind zu schützen, wobei Unterstützungsmassnahmen privilegiert werden.

Bildung

Sensibilisierung aller Fachpersonen, die in Kontakt zu Kindern stehen (Gesundheitswesen, Unterrichtswesen, Sport).

Dokumentation und Statistiken

gründliche Datensammlung, um das Ausmass des Phänomens objektiver beurteilen zu können (einschliesslich der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren) und die nationalen Studien (Optimus, pädiatrie schweiz) zu förder

Gesetzlicher Rahmen

Meldepflicht

Jede Fachperson muss Situationen melden, welche die Entwicklung eines Kindes gefährden, ausser wenn sie selbst Abhilfe schaffen kann. Die Einheit hilft bei dieser heiklen Entscheidung. 

Kontakt

Einheit für Kindesschutz des Spital Wallis

027 603 42 37