Praxisassistent / medizinische Praxisassistentin EFZ

Was macht ein/e medizinischer Praxisassistent / medizinische Praxisassistentin EFZ?
Medizinische Praxisassistentinnen und - assistenten arbeiten in Arzt- und Gemeinschaftspraxen oder in Ambulatorien von Spitälern. Als medizinische/r Praxisassistent/in führst du unter der Verantwortung der Ärzten Aufgaben in folgenden vier Bereichen aus: 
Empfang von Patientinnen und Patienten und Terminplanung, administrative Arbeiten, Unterstützung der behandelnden Ärzte sowie Labor- und Röntgenarbeiten. 

Sie werden je nach Spezialisierung der Praxis in folgenden Handlungskompetenzbereichen ausgebildet:

  • Organisieren und Administrieren der medizinischen Praxis
  • Assistieren in der medizinischen Sprechstunde und Durchführen von diagnostischen Massnahmen
  • Durchführen von Laboruntersuchungen und Beurteilen der Laborparameter
  • Durchführen von bildgebender Diagnostik und Beurteilen der Bildqualität
  • Ausführen von therapeutischen Massnahmen

Die Anforderungen 

  • besondere Kontaktfreude
  • besonderes Einfühlungsvermögen
  • Dienstleistungsbewusstsein
  • hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Hygienebewusstsein
  • praktisches Verständnis
  • keine Überempfindlichkeit gegenüber Arzneimitteln und chemischen Lösungen
  • Verschwiegenheit (aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht)

Einzelheiten

Dauer 3 Jahre
Standort Spitalzentrum Oberwallis (SZO)

Verantwortliche/r

Spital Wallis
Spitalzentrum Oberwallis
Bildungsmanagement
Spitalstrasse 7
3900 Brig

027 604 33 66

  • Die Ausbildung

    Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie erfolgt anhand einer EFZ-Lehre an den drei Lernorten: Betrieb, Berufsfachschule, Überbetrieblicher Kurs (ÜK).
    Das Basislehrjahr zu Beginn, findet Vollzeit in der Berufsfachschule in Visp statt und wird nicht entlohnt. Der Lehrvertrag wird von der Berufsfachschule, die auszubildenden Person, der Dienststelle für Berufsbildung unterschrieben. Hinzu kommt, dass ein schulischer Eignungstest notwendig ist. Ergänzend wird ein Vertrag für das 2. Und 3. Ausbildungsjahr mit dem Lehrbetrieb unterschrieben. Um den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern, gibt es zwei Vorbereitungsaufträge: das Tastaturschreiben mit dem 10-Fingersystem und die Fachterminologie mit 300 Wörtern.  Ein persönlicher Laptop gehört zur Grundausstattung für die Ausbildung. 
    Um die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen, sind im Basislehrjahr 10 obligatorische Praktikumstage im Lehrbetrieb zu absolvieren. Es liegt den Auszubildenden frei, diese an unterrichtsfreien Tagen oder während den Schulferien zu organisieren, die Vereinbarung der Tage wird in Rücksprache mit dem Betrieb geführt. Der Kursausweiss BLS-AED ist im zweiten Semester des Basislehrjahres integriert. Um den Kurs belegen zu können, benötigen Auszubildenden einen gültigen Nothilfeausweiss.

    Im ersten Ausbildungsjahr liegen die Ausbildungsinhalte in den Grundlagen die Praxisorganisation und Materialbewirtschaftung, Terminologie, Anatomie, Physiologie und Biologie, Hygiene und Arbeits-&Umweltschutz, Chemische Grundlagen und Fachrechnen, Physikalische Grundlagen, Umgang mit dem Patienten und Beratung wie auch Pharmakologie im Fokus. 
    In den weiteren Ausbildungsjahren weitere Inhalte wie Sozialversicherung und Tarife, Medizinische Korrespondenz und Informatik, Medizinische Fremdsprache, Sprechstundenassistenz, Pathologie und Pathophysiologie, Labor, Bildgebende Diagnostik und Therapeutik vermittelt.

    Die weitere Schulische Bildung findet anschliessend 1-2 Tagen pro Wochen statt. Im Überbetrieblichen Kurs findet das praktische trainieren von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen statt. Über die Lehrjahre verteilt sind dies 38 Kurstage in Visp. 
    Bei der Ausbildung am Spitalzentrum Oberwallis wird ein Abteilungswechsel nach einem Intervall von 6 Monaten angestrebt.  In den verschiedenen Medizinischen Sekretariaten in den beiden Spitalstandorten Visp und Brig wie auch im Ambulatorium / Centerpark findet die berufliche Bildung statt. Die erlernten Grundlagen werden im Berufsalltag umgesetzt und gefestigt. Ein mehrtägiges Praktikum auf der Radiologie wie auch im Labor ist ebenfalls vorgesehen. 
    Die Abschlussprüfungen finden am Computer statt.

    Das SZO bietet MPA-Auszubildende, welche nicht im Spital tätig sind, auf Anfrage Fremdpraktikas im letzten Ausbildungsjahr an. 

  • Die Berufsverhältnisse und Weiterbildungsmöglichkeiten

    Ein beliebter und zukunftsträchtiger Beruf
    Der Beruf ist seit Jahren unter den zehn beliebtesten Lehren, genauer gesagt im Jahr 2025 auf Platz 5. 
    Nach der Ausbildung eröffnen sich vielfältige Wege, sich beruflich weiterzubilden und zusätzlich zu qualifizieren. Die Fachpersonen haben auf dem Arbeitsmarkt gute Aussichten. Nach der Ausbildung können von Berufsverbänden oder Berufsschulen unterschiedliche Angebote/ Kurse wie auch die Berufsmaturität besucht werden oder auch eine Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung absolviert werden. Mit einem EFZ-Abschluss ist auch der Zugang zu einer weiterführenden Ausbildung an einer höheren Fachschule möglich.
    Für eine weiterführende Ausbildung an einer Fachhochschule, gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.
     

  • Bei Lernende nachgefragt

  • Verwandte Berufe

    Wenn dir die Ausbildung im Berufsfeld der Gesundheit in Betracht ziehst, könnten dir folgende Berufe ebenfalls gefallen: 

    Weitere Ausbildungsberufe im SZO

    • Fachfrau / Fachmann Gesundheit EFZ
    • dipl. Pflegefachmann / Pflegefachfrau HF
    • dipl. Pflegefachmann / Pflegefachfrau FH
    • dipl. Radiologiefachmann / Radiologiefachfrau HF

    Weitere verwandte Berufe

    • Dentalassistent / Dentalassistentin n EFZ
    • Tiermedizinischer Praxisassistent / Tiermedizinische Praxisassistentin EFZ
    • Fachfrau / Fachmann Apotheke EFZ
    • dipl. Biomedizinischer Analytiker / Biomedizinische Analytikerin HF