Pathologie/Zytologie

Die Abteilung für Histozytopathologie untersucht Gewebeproben / histologische Proben (Biopsien, Resektionen und Operationspräparate...) sowie zytologische Proben (Abstriche, Zytopunktionen, Körperflüssigkeiten...) aus dem stationären und spitalexternen Bereich des französischsprachigen Wallis, des Oberwallis sowie der Region Riviera-Chablais und bietet eine umfassende Betreuung von der ambulanten oder stationären Diagnose bis zur Untersuchung von Operationspräparaten.

Das Team besteht aus einem Dutzend Pathologen und mehreren Ärzten in Ausbildung / Assistenzärzten oder Oberärzten. Mit über 28'000 Dossiers (und über 50'000 Proben) in der Histologie und 30'000 Fällen in der Zytologie pro Jahr ist unsere Abteilung eine der grössten Pathologieabteilungen der Schweiz und ermöglicht die Entwicklung von Fachgebieten der Pathologen für eine qualitativ hochwertige Betreuung, die spezifisch für jede Pathologie und Subspezialität ist (Uropathologie, Brustpathologie, Leber- und Gastrointestinalpathologie, Thoraxpathologie...). Die Ärzte der Abteilung nehmen an multidisziplinären Sitzungen in den verschiedenen Krankenhäusern teil (Tumorboards und entzündliche Erkrankungen) und führen Schnellschnittuntersuchungen durch. Ein medizinischer Autopsiedienst wird ebenfalls angeboten.

Die Abteilung verfügt über eine leistungsstarke Plattform für Immunhistochemie und ein integriertes Labor für Molekularpathologie, die eine breite Palette an prädiktiven, prognostischen oder diagnostischen Untersuchungen, einschließlich Hochdurchsatz-Sequenzierung (NGS) und Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH), anbieten (z. B. Bestimmung des HER2-Status bei Brustkrebs oder des Vorhandenseins aktivierender Mutationen bei Lungen-, Darm- oder Melanomkrebs usw.), die Teil der Präzisions- und personalisierten Medizin sind.

Die Abteilung arbeitet auch mit verschiedenen universitären Abteilungen und Einrichtungen sowie mit externen Organisationen wie der SAKK im Bereich der Forschung zusammen.

In der Pathologie werden Krankheiten mit Hilfe der Analyse von Proben untersucht (Gewebeproben, die im Rahmen von Biopsien oder Operationen entnommen werden). In der Regel handelt es sich um chirurgische Entnahmen, die aus dem Spital Wallis und aus Privatkliniken stammen. Zusammen mit den Abklärungen von Brustkrebs und von Krebsarten im gynäkologischen Bereich gehen am meisten Anfragen im Zusammenhang mit der Untersuchung von Magenentzündungen sowie von allen Arten von Hautkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs ein. Von den Pathologen der Abteilung Histozytopathologie des Zentralinstituts werden jährlich rund 25’000 Gewebeproben von Patienten untersucht.

Im Bereich der Zytologie werden isolierte Zellen untersucht, die mit einer Feinnadelbiopsie entnommen werden. Dabei handelt es sich typischerweise um gynäkologische Proben für den Nachweis von Gebärmutterhalskrebs. In diesem Bereich führen die Ärzte der Abteilung Histozytopathologie des Zentralinstituts jährlich rund 40'000 Untersuchungen durch. Bei den meisten davon – bei ungefähr 34’000 – geht es um die Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Die restlichen Untersuchungen beziehen sich auf Rippenfellergüsse, Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum oder auf den Nachweis von bösartigen Zellen im Urin. Die Proben stammen aus dem Spital Wallis und zu einem wesentlichen Teil von Gynäkologen und anderen frei praktizierenden Ärzten.

Die Abteilung Histozytopathologie des Zentralinstituts führt auch Autopsien durch, mit denen die medizinische Ursache von Todesfällen abgeklärt und eine «Kartographie» der verschiedenen Krankheiten oder Beeinträchtigungen erstellt werden kann, die in den Organen Spuren hinterlassen haben. Beispiele dafür sind ein Myokardinfarkt, ein Rippenfellerguss, eine Lungenentzündung, eine Niereninfektion, ein Gehirnabszess, Lungenkrebs oder ein Hirnhauttumor.

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