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Coronavirus-Epidemie: kritische Situation

Coronavirus-Epidemie: kritische Situation

Das Spital Wallis sieht sich mit einer neuen Welle von Spitalaufenthalten aufgrund des Coronavirus konfrontiert. Die Zahl der Spitalaufenthalte hat sich seit dem 16. Oktober täglich verdoppelt und erreichte am 18. Oktober im Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis 60 Covid Komplikationsfälle, davon 4 auf der Intensivstation. Am Samstagabend erfolgte sich am Standort St-Amé in Saint-Maurice eine bedeutende Ansteckung (Cluster mit 7 positiven Fällen), die die medizinische Leitung zwang, eine Quarantäne zu verordnen und Besuche bis auf weiteres zu verbieten.

Die Schnelligkeit und die Zunahme der Fälle mit Komplikationen ist alarmierend und hat das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) bereits gezwungen, innerhalb von nur 3 Tagen von Stufe 1/4 auf Stufe 2/4 seines Notfallplans zu wechseln.

Da das Spital Wallis weiss, dass bis zu 25% der Patienten, die wegen einer Komplikation mit Covid-19 ins Spital eingewiesen werden, möglicherweise eine Intensivpflege benötigen, befürchtet es bereits eine dramatische Überlastung seiner Intensivpflegedienste.

Dies bedeutet, dass das CHVR, zu dem die Standorte Sitten, Martigny, Siders, St-Amé und Malévoz gehören, seine Aufnahmekapazität für Covid-Fälle um 20 zusätzliche Betten in den Bereichen Medizin und Geriatrie sowie 4 Intensivbetten in Sitten erhöhen muss. Diese Entwicklung erfordert die Bereitstellung von Räumen und Ressourcen, die normalerweise für geplante elektive Aktivitäten vorgesehen, sind und die Schliessung von 4 der 13 Operationssäle des CHVR, mit möglichen Auswirkungen auf die bereits geplanten und die künftigen Interventionen

Zunahme auch im Oberwallis

Im Oberwallis bleibt die Alarmstufe vorerst unverändert, trotz einer Zunahme der Spitalaufnahmen im SZO.

Stark nachgefragte und betroffene Mitarbeiter

Bereits während der ersten Pandemiewelle wurden die medizinischen, pflegerischen und technischen Teams durch einen besorgniserregenden Mangel an Schutzausrüstung und Medikamenten im Schweizer Gesundheitssystem auf eine harte Probe gestellt.

Danach wurden sie in soziale Unsicherheit gestürzt, die insbesondere durch die Trägheit oder das Fehlen einer politischen Lösung bestimmter Situationen infolge der Covid-Krise verursacht wurde. Eine Situation, die von vielen Betreuern als ein Mangel an Schutz und Anerkennung für sie empfunden wird.

Darüber hinaus sind die Fachkräfte, wie bei der Bevölkerung, wegen des Mangels an strikteren Schutzmassnahmen, stärker von dem Virus betroffen, so dass die Spitaldienste mit einem Anstieg der krankheits- oder quarantänebedingten Abwesenheiten konfrontiert sind. Eine Situation, die sich wahrscheinlich weiter verschlechtern wird, wenn in den kommenden Wochen die saisonale erwartete Grippe auftritt.

Aufruf zu mehr Vorsicht

Während sie noch unter den Auswirkungen der ersten Welle leiden, bereiten sich die Fachleute im Spital Wallis auf eine neue Herausforderung vor, die noch schwerer sein könnte. Deshalb rufen sie die Walliserinnen und Walliser zu mehr Vorsicht auf.

Die Spitäler bereiten sich darauf vor, überfordert zu werden. Das Verhalten jedes Einzelnen ist jetzt notwendig um diese neue Welle abzumildern und das Schlimmste zu verhindern.

Jede vermiedene Infektion verhindert einen weiteren Spitalaufenthalt. Sich selbst zu schützen bedeutet, andere zu schützen und Leben zu retten! Wir müssen vorsichtig sein, Abstände, Handhygiene und das Tragen von Masken in Anwesenheit anderen respektieren.

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