Séverine Charbonnet-Lusson erhält den Pflegepreis 2026

Das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) verleiht den Pflegepreis 2026 an Séverine Charbonnet-Lusson, Leiterin Pflege der Notfallstation des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis (CHVR). Mit der zweiten Ausgabe dieser Auszeichnung werden ihr Engagement für die Qualität der Pflege, die Weiterentwicklung der Pflegekompetenzen und die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie ihr Einsatz und jener der Pflegeteams bei der Tragödie von Crans-Montana gewürdigt.

Der 2025 eingeführte Pflegepreis soll Personen, Teams oder Projekte ehren, die sich durch die Qualität der Pflege, Innovation, Interprofessionalität, Wissensweitergabe oder Unterstützung des Nachwuchses auszeichnen. Zugleich soll er die Attraktivität der Pflegeberufe fördern und an die Bedeutung all jener erinnern, die tagtäglich die Würde, Sicherheit und Menschlichkeit in der Betreuung gewährleisten.

Bei dieser zweiten Ausgabe wird der Pflegepreis an Séverine Charbonnet-Lusson, Pflegeleiterin der Notfallstation des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis (CHVR), verliehen. Ihr Einsatz bei der Tragödie von Crans-Montana nimmt bei dieser Würdigung einen wichtigen Platz ein. In einer aussergewöhnlich belastenden Situation mobilisierte sie die Pflegeteams der Notfallstation und stellte die Koordination innerhalb des Spitals Sitten sicher. Diese gemeinsame Bewältigung beruhte auf der Ergänzung der verschiedenen Kompetenzen und dem Engagement aller Beteiligten. Bereits während der COVID-19-Pandemie hatte Séverine Charbonnet-Lusson dazu beigetragen, die Versorgung in ihrem Bereich an vorderster Frontaufrechtzuerhalten, die Teams zu koordinieren und die Testzentren des CHVR aufzubauen, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Führungsorgan, dem Zivilschutz und der Armee.

Auch ausserhalb von Krisensituationen trägt die Preisträgerin zur Weiterentwicklung der Pflegepraxis und der Pflegekompetenzen bei. So hat sie insbesondere bei der Entwicklung und Einführung der «Maison de la garde» mitgewirkt, einer Anlaufstelle für nicht lebensbedrohliche medizinische Notfälle, die insbesondere die Notfallstationen der Spitäler entlasten soll. Ein weiterer Meilenstein ihres Werdegangs ist ihr Beitrag zur Schaffung der Abteilung für Gewaltmedizin (UMV). Diese gemeinsam mit dem Zentralinstitut der Spitäler (ZIS), dem Spitalzentrum Oberwallis (SZO) und dem CHVR aufgebaute Fachstelle bietet Gewaltbetroffenen eine rechtsmedizinische Sprechstunde in einem pflegerischen Rahmen. Speziell ausgebildete Pflegefachpersonen nehmen sich dort die nötige Zeit, um den Betroffenen zuzuhören und auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Mit der Würdigung dieses Werdegangs unterstreicht das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) den Beitrag der Pflegefachpersonen zur Weiterentwicklung der Praxis und zur Qualität der Versorgung. Mit dieser zweiten Ausgabe werden auch die Teams gewürdigt, die bei der Tragödie von Crans- Montana im Einsatz standen. Sie steht weiterhin im Zeichen des Bestrebens, die Pflegeberufe aufzuwerten und den Nachwuchs im Wallis zu fördern.