Abschaffung der kinetischen Berechnungen für Tumormarker

Ab dem 9. März 2026 wird die Berechnung der Kinetik der Tumormarkerwerte abgeschafft.

Betroffen sind folgende Parameter: CEA, CA-125, CA 15-3, CA19.9, PSA. 

Die Berechnung sollte dabei helfen, festzustellen, ob der neue Wert sich signifikant (durch Anstieg oder Abnahme) vom vorherigen Wert unterschied. Diese Massnahme berücksichtigte die analytische Variabilität und bezog das Konzept der intraindividuellen Variabilität nicht mit ein. 

Letzterer Faktor kann je nach klinischem Kontext variieren (z. B. Stadium der Entwicklung/Behandlung der Krankheit oder Zeitraum zwischen zwei Messungen). Er hat einen erheblichen Einfluss auf die Interpretation der Signifikanz des Unterschieds zwischen zwei aufeinanderfolgenden Werten. 

Der Beitrag der intraindividuellen Variabilität (CV zwischen ca. 4 und 30 % für die gemäss der Datenbank biologicalvariation.eu der EFLM berücksichtigten Tumormarker) ist häufig grösser als die analytische Variabilität (die zwischen ca.  2 und 6 % liegt). 

Zur Information: Eine Schätzung der kritischen Differenz (RCV) kann wie folgt ausgedrückt werden: RCV = 3 x √(CVa2  + CVi2 ). (CVa ist die analytische CV; CVi ist die intraindividuelle CV)